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Sternschnuppe

Sternschnuppe

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Spielfilm * 50 Min. * Farbe * 35 mm * HFF/ZDF-kleines Fernsehspiel 2000

Buch
Inka Fromme & Marina Caba Rall

Regie
Marina Caba Rall

Synopsis:
ANA und ARKADIUSZ begegnen sich im Nachtbus, als sie nach der Vorstellung und der anschließenden Kneipentour mit ihren Kollegen nach Hause fährt und er frühmorgens nach wenigen tiefen Schlafstunden zur Baustelle fährt. Weil er einen traurigen und müden Gesichtsausdruck hat, schenkt sie ihm – in einem Anfall von betrunkener Sentimentalität – eine Eintrittskarte für die Abendshow. Arkadius leiht sich von seinem besten Baukumpel eine schicke Hose aus und taucht allein im Varieté auf. Der Conferencier erzählt einen Polenwitz, Arkadiusz fühlt sich unwohl und deplaziert. Doch bald danach tritt eine wunderschöne Trapezistin auf. Arkadiusz vergißt alles um sich herum. Ana hat den jungen Mann mit dem erschrockenen Gesichtsausdruck aus dem Bus schon längst wieder vergessen und ist sehr erstaunt als sie nach der Show ein schüchterner, etwa 30-jähriger Mann mit polnischem Akzent anspricht.
Bei ihrer nächsten, ebenfalls zufälligen, Begegnung im Bus stellen sie fest, daß sie beide die Höhe lieben. Es folgen mehr Treffen und trotz ihrer Unterschiedlichkeit verlieben sich die beiden.
Doch plötzlich wird ein Kollege von Arkadiusz krankenhausreif geschlagen und die Arbeiter, die illegal auf der Baustelle arbeiten, darunter auch Arkadiusz, müssen von der Baustelle flüchten. Um Arkadiusz zu helfen, schlägt Ana spontan vor, zu heiraten. Die Entscheidung wird ihnen (vorläufig?) abgenommen: am nächsten Tag, während Ana ihren Trapezauftritt hat, wird Arkadiusz festgenommen.

Darsteller

ANALILIANA SALDAÑA
ARKADIUSZMAREK GIERSZAL
MAUROROBERTO GUERRA
MIRKOANUSZ CICHOCKI
BRITE JOHN LAMBERT
DEUTSCHER KOLLEGETHOMAS SCHMUCKERT
POLIERPETER DRESCHER
CLOWNOTTO KUHNLE
TECHNIKERTHOMAS BLECK
TRESENFRAUHEIKE MÜLLER-REICHENWALLNER
DIVATHOMAS REICHELT
SCHLANGENFRAUROSE ZONE
LIEBHABERALEXANDER BANDILLE
SCHLÄGERTYPENMICHAEL BORNHÜTER, GEORG SCHAREGG, FRANK SCHNEIDER, MIRIAM KAHLENBERG
POLE IN CONTAINERANDREZI FICUS


Stab

BUCHINKA FROMME, MARINA CABA RALL
REGIEMARINA CABA RALL
KAMERAALEXANDRA KORDES
PRODUKTIONSLEITUNGANKE ZWIRNER
SCHNITTBEATRIX NIEMEYER
TONBERND JOEST
TONMISCHUNGHAYMO KUTSCHBACH, RAINER SCHWARTE
MUSIK LUIS MIGUEL COBO
AUSSTATTUNGANKE BISTEN
KOSTÜMRUDI
MASKEURTE SCHAAF


Festivals / TV
– Filmreihe „Die Berliner Nacht“ im Círculo de Bellas Artes, Madrid, Februar 2000
– Illumenation, Helsinki, April 2000
– Grenzlandtage, Selb, April 2000
– Haus der Kulturen der Welt, „Heimatkunst“, Berlin, Juni 2000
– Filmwinter, Stuttgart,  Januar 2001
– Rencontres Internationales Henri Langlois, Poitiers, März 2001
– Festival Internacional de Gran Canaria, Las Palmas, Oktober 2001
– Internationales Festival der Filmhochschulen, München,  Juni 2001
– TV – Erstausstrahlung  3.4.2000 ZDF


Regiestatement:
Ausgangspunkt für den Film Sternschnuppe war die Wut auf die regelmäßigen Überfälle auf ausländische (oder ausländisch-aussehende) Bauarbeiter sowie auf die Mafiamethoden einiger Baufirmen und Subunternehmen in Berlin, die die rechtlose und unsichere Situation der Schwarzarbeiter ausnutzen und ihren Profit daraus schlagen.
Auf diesem Hintergrund ist Sternschnuppe jedoch vor allem die Geschichte zweier Menschen, deren Gemeinsamkeit es ist, die Höhe zu lieben. Doch ansonsten könnten Ana Rosado und Arkadiusz Paderewski nicht unterschiedlicher sein. Er jungenhaft, blond, helle Augen, schüchtern, verträumt. Sie ausdrucksvoll, brünett, schwarze Augen, selbstverliebt, extrovertiert. Sie bewegt sich in der Berliner Varieté-Szene, kommt aus guter Familie, ist etwas rebellisch und hat einen Hang dazu, verrückte Sachen anzustellen, hat dabei aber immer den finanziellen Hintergrund ihrer Madrider Familie. Ana lebt in einer Fabriketage, die sie vollgestellt hat mit Sperrmüll und skurrilen Vogelkonstruktionen. Sie widmet sich, neben ihrem Training und den Auftritten als Trapezistin in den Abendshows des Varietés, ihren diversen Liebhabern. Arkadiusz ist es gewohnt, mit wenig auszukommen, sich durchzuschlagen und ist wild entschlossen, nicht eher aus Berlin wegzugehen bis er als „Gas-Wasser-Scheiße“-Installateur auf einer Berliner Baustelle so viel Geld verdient, daß er seiner alleinstehenden Mutter Geld schicken kann. Dabei macht ihm die Berliner Baustellenrealität einen Strich durch die Rechnung.
Sternschnuppe ist keine runde Liebesgeschichte, sondern eine sehr intensive Begegnung, die kurz dauert und dennoch einiges verändert. Eine jener Liebesgeschichten, die -ist man mittendrin- absolut und ewig ist, auch wenn sie sich im nachinein vielleicht als vergänglich erweist. In Sternschnuppe bleibt das Ende offen und somit auch die Frage, ob und wie es mit Ana und Arkadiusz weiter gehen wird …